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Kulinarischer Kalender

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Regional und saisonal wird bei uns gekocht. Unterschiedliche Küchenkulturen und wechselnde Jahreszeiten bestimmen unsere Speisekarten. Alle 4-6 Wochen ändern wir unsere Genießerthemen, um unsere Gäste mit immer neuen authentischen Geschmackserlebnissen zu überraschen.


Für die nächste Zeit dürfen Sie sich auf folgendes freuen:
 



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25. September bis 31. Oktober 2020

Regenbogenküche vom Kap

Südafrika liegt am südlichen Rand des afrikanischen Kontinents an zwei Ozeanen mit einer Küstenlinie von ca. 2.500 km. Es ist heute ein multikulturelles Land mit nicht weniger als 11 amtlichen Landessprachen und einer kaum zählbaren Vielfalt an Religionen und Volksgruppen aller Hautfarben. Im Jahre 1652 errichtete der Niederländer Jan van Riebeeck im Auftrag der "Niederländischen Ostindien-Kompanie" einen Versorgungsstützpunkt am Kap der Guten Hoffnung und gründete Kapstadt. 1806 wurde das Land zum zweiten Mal von den Briten erobert und zur Kronkolonie erklärt. Seit 1961 ist Südafrika offiziell Republik. Die strategisch wichtige Lage an einem der bedeutendsten Seewege der Welt führte schon früh zu einem beachtlichen Immigrationsdruck; die sich daraus ergebende ethnische Vielfalt hatte natürlich auch erheblichen Einfluss auf die Küchenkultur dieses Landes und der schon 1655 einsetzende Weinbau schuf den Rahmen für ein Schlaraffenland am Kap. Niederländer, Briten, Franzosen, Deutsche, Afrikaner, Inder, Malaien und Araber schufen diese Regenbogenküche. Hier speist und trinkt man fundamental-global mit lokalem Touch - traditionell oder stylisch und immer köstlich!

 



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03. bis 19. Dezember 2020

Wild auf Trüffel

Herbstzeit ist Erntezeit! Die Nächte werden länger und wir freuen uns wieder auf Herzhaftes; auf allerhand Weidetiere, die im Frühjahr und Sommer den reich gedeckten Tisch zum eigenen Plaisier genutzt haben, und auf schmackhaftes Wild aus Wald und Flur, mit dem uns die heimischen Jäger jetzt im Überfluss versorgen. Hierzu kombinieren wir das "weiße Gold" des Piemont, unverwechselbar und überwältigend im Duft und seit Jahrtausenden als Aphrodisiakum bekannt: die Alba-Trüffel - tuber magnatum! Schon in Rom der Liebesgöttin Venus geweiht, später sogar von Päpsten geschätzt und im Islam als Heilmittel verehrt, vereinen sie Mystik und Lebensfreude. Ein Hochgenuss für alle Sinne, wenn in Alba zur besten Trüffelzeit im November das würzige Aroma frischer, weißer Trüffel durch die Gassen strömt. Machen Sie mit uns eine kleine Feinschmeckerreise und entdecken Sie Neues um Prachtvolles von saftigen Weiden und feines Wildbret aus dunklen Wäldern.



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14. Januar bis 13. Februar 2021

Italianità & Passione

"Ja, ich bin endlich in dieser Hauptstadt der Welt angelangt!"
Mit Faszination und Begeisterung preist Johann Wolfgang von Goethe die Wiege der klassischen Kultur, die atemberaubenden Landschaften Italiens, das Essen, die Kunst, das Öl, den Wein. Seit seiner Zeit hat sich nicht viel verändert: Italien ist immer noch das Königreich des "Dolce Vita". Der Geruch von reifen Tomaten, frischem Basilikum und gelegentlich auch die Abgase knatternder Vespas liegen in der Luft. Auf dem Markt schwatzen Frauen neben den Gemüseständen und aus den Cafés drängt gedämpfte Musik und Espressoduft. Ob man sich auf Piazza di Spagna im Zentrum Roms befindet oder in einem kalabrischen Dorf: die Italianità - Italien als Gesamtkunstwerk - ist überall zu spüren. An Italien zu denken ist ein Fest für alle Sinne. Ars vivendi, die Kunst das Leben zu genießen, fängt für die Italiener beim Essen an. Nichts erfreut ihr Herz mehr als ein reich gedeckter Tisch mit einer Vielzahl von Köstlichkeiten aus ihrer phantasievollen Küche - genossen mit Freunden, die gerne lachen, essen, trinken - eben leben.



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18. Februar bis 13. März 2021

Im Land des Ratatouille

Bei unserer kulinarischen Reise von Marseille nach Avignon geht's natürlich nicht ums Tempo. Wir lieben ja auch Slow Food! Belohnt wird, wer gemächlich fährt: mit Gourmandisen, köstlichem Wein, malerischen Dörfern und extra viel Savoir-vivre. Kaum hört man den Namen Provence, schon startet ein kleiner Trailer im Kopf: Ein älterer Mann mit Baskenmütze radelt gemütlich zwischen wogenden Lavendelfeldern, in einem verträumten Bergdorf sieht man ihn dann eine Runde Boule spielen, während Freunde mit Baguette und Wildkräutern im Einkaufskorb "Bonjour, Jacques!" rufen. Klingende Rotweingläser kommen ins Bild, ein Tisch unter knorrigen Olivenbäumen - gedeckt mit Chèvre und frischem Landbrot. Oder wir denken an Grace Kelly, die im Oldtimer-Cabriolet mit wehendem Halstuch zwischen Nizza und Antibes die mondäne Seite der Côte d'Azur ins Gedächtnis rückt. Alles in allem fährt man im Traum aber allerhöchstens Schrittgeschwindigkeit und sinniert über Auswanderung in dieses Land zwischen tobender Lebenslust und pittoresker Grandezza.